Denkmalpflege

Für den Erhalt von Denkmälern

Im Jahr 950 wird Hubbelrath samt einer Kapelle erstmals urkundlich erwähnt. Die Geschichte der katholischen Pfarrkirche St. Cäcilia in Hubbelrath führt somit bis ins 10. Jahrhundert zurück. Die Kapelle und der Turm wurden im 12. Jahrhundert neu gebaut. Um 1440 erfolgte eine Erneuerung des Langhauses, 1690 wurde der Chorraum, 1722 die Sakristei gebaut. 1826 wurden der Turmhelm und die Schallarkaden erneuert, 1840 wurde die Gewölbedecke durch eine Flachdecke ersetzt. St. Cäcilia gehörte seit seiner Gründung bis zur Säkularisation zum Stift Gerresheim. Die Glocke St. Cäcilia aus dem Jahr 1440 von Heinrich Brodermann ist die älteste Kirchenglocke Düsseldorfs https://www.youtube.com/watch?v=jEMcegHe2-o.

Die Bergische Kaserne wurde ab 1937 erbaut. 1938 bezog die II. Abteilung des Flugabwehrkanonenregiments 64 die Gebäude. Als Flak-Kaserne war sie Teil der Luftverteidigung des Deutschen Reiches. Nach Kriegsende wurde sie zunächst von den Amerikanern, später von den Briten genutzt. 1967 übernahm die Bundeswehr die Kaserne und zog mit einem Fernmeldeverbindungsbataillon ein. Später folgten Einheiten des Heeresmusikkorps und der Feldjäger. Seit Jahren stehen große Teile der Kaserne leer. Heutige Nutzer sind nur noch das Ausbildungsmusikkorps und einige Sanitäter. Der nördliche Teil der durch den Klashausweg getrennten Kaserne wird zudem noch als Tagungszentrum genutzt.

Die Kaserne wurde in einer großzügig modellierten Parklandschaft angelegt und schon einmal unter vorübergehenden Denkmalschutz gestellt. Zeitgeschichtlich sehr interessante Gebäude mit Ornamenten, eine sehenswerte, außergewöhnliche Turmuhr sowie ein wertvolles Glasfenster sind denkmalschutzwürdig. Auffallend ist der enge Zusammenhang zwischen Militärgeschichte und Düsseldorf. Auf drei riesigen Wandgemälden in den Truppenspeisesälen wird dies deutlich: Zwei der Bilder zeigen die Belagerung der Stadt Kaiserswerth im spanischen Erbfolgekrieg, das dritte Bild den Brand des Düsseldorfer Schlosses im Jahre 1872. Diese Bilder wurden von Kurt Otto, einem Meisterschüler der Düsseldorfer Kunstakademie, geschaffen und 1968 schon einmal restauriert. Seit mehr als 15 Monaten haben wir Gespräche mit der Bezirksregierung Düsseldorf und dem Landschaftsverband Rheinland über die Denkmalwürdigkeit der historischen Teile der Bergischen Kaserne geführt. Wir freuen uns, dass die Bezirksregierung am 06.06.2016 endlich bekannt gegeben hat (hier zum Download der Pressemitteilung), dass der ab 1937 erbaute Teil der Kaserne entlang der Bergischen Landstraße/Ecke Knittkuhler Straße als Baudenkmal in die Denkmalliste eingetragen wird. Wir werden die Gespräche fortführen, um die Bausubstanz, die teilweise erhaltene Innenausstattung und vor allem die Gemälde vor weiteren Schäden zu schützen. Unter Schutz gestellt und durch einen privaten Investor umgebaut wurde bisher lediglich das alte Offizierskasino südlich der Bergischen Landstraße.

Im Mai 2017 bestätigte die Stadtverwaltung die Planung aus 2005 und will eine Bürgerbeteiligung zur Entwicklung des Bergischen Kaserne durchführen. 170523 Verwaltung bestätigt Planung 2005 und Bürgerbeteiligung für Kaserne

Der Park der Villa Sohl wurde 2012 vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Gartendenkmal klassifiziert. Er wurde von dem renommierten Düsseldorfer Landschaftsarchitekten Roland Weber gestaltet und ziert den Einband seines Buches “Die Kunst des Gartens”.
Der bisherige Eigentümer, die Familie Riederer, lässt die Villa leider seit Jahren leerstehen und unterlässt auch jede Pflege des Parks. Laut Bericht der Rheinischen Post vom 27.01.2017 soll die Familie das Grundstück an den Projektentwickler Lanzerath verkauft haben, der in dem Park ein Gebäude mit 6.000 Quadratmeter Wohnfläche errichten will. Auf Antrag des CDU Bezirksvertreters Rayermann wurden Mitglieder des Bürgervereins bei der Besichtigung des Parks und der Erläuterung der Baumaßnahme ausgeschlossen.

Eine Liste mit allen Denkmälern Düsseldorfs finden Sie auf https://inprobauauskunft.duesseldorf.de/ui.inpro/denkmal/list.jsf