Pressemitteilung – Bergische Kaserne bietet großes Potenzial für die Entwicklung des Bergischen Viertels – 11.01.2019

Bürgerverein Bergisches Viertel e.V.
Pressemitteilung

Düsseldorf, 11.01.2019

Bergische Kaserne bietet großes Potenzial für die Entwicklung des Bergischen Viertels Bundeswehr hat Kaserne verlassen – Übergabe an BIMA steht unmittelbar bevor

Die letzte Einheit der Bundeswehr hat die Bergische Kaserne Ende 2018 verlas-sen, die Gebäude zwischen Bergischer Landstraße und Klashausweg wurden geräumt. Die Liegenschaft wird kurzfristig an die Bundesanstalt für Immobilien-aufgaben (BIMA) übergeben und kann somit in absehbarer Zeit im Interesse der Bürger entwickelt werden. Der Bürgerverein Bergisches Viertel e.V. hatte sich seit seiner Gründung erfolg-reich dafür eingesetzt, dass die historischen Gebäude der 1937 nach den Plä-nen des Düsseldorfer Architekten Carl Bassler erbauten Kaserne mit allen ihren Kulturgütern unter Denkmalschutz gestellt wird. Die Unterschutzstellung er-folgte durch die Bezirksregierung Düsseldorf Ende 2016. (In ihrer damaligen Pressemitteilung verwies die Bezirksregierung darauf, dass die Bergische Ka-serne „ein bedeutendes Zeugnis deutscher Geschichte“ sei.) Der Schutzumfang umfasst neben den historischen Gebäuden auch Teile des bauzeitlichen Straßen- und Wegenetzes sowie der dazugehörigen Frei- und Funktionsflächen. Der Bürgerverein Bergisches Viertel e.V. spricht sich dafür aus, diese historisch bedeutsamen Gebäude umfassend zu sanieren und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Er bittet die Stadtverwaltung, die Planungsprozesse für die Bergische Kaserne vorzubereiten und für die anstehende Bauleitplanung ein Konzept mit frühzei-tiger und umfassender Beteiligung der Bürger zu entwickeln.

Bei der Entscheidung über die zukünftige Nutzung des Kasernengeländes sollte neben dem Denkmalschutz auch die große Bedeutung der durch die Bergische Kaserne laufende Frischluftschneise für die Lebensqualität der Bürger im Düs-seldorfer Osten berücksichtigt werden. In Anbetracht des fortschreitenden Klimawandels könnte eine Erweiterung die-ser Frischluftschneise im Interesse der Bürger großer Teile Düsseldorfs sein.

Die Bebauung außerhalb der denkmalsgeschützten Gebäude sollte daher nied-riggeschossig erfolgen. Zudem sollten die ehemals vorhandenen Sportanlagen wiederhergestellt werden und dringend benötigte Plätze für eine Kindertages-stätte sowie ein Nahversorgungszentrum realisiert werden. Bei der Vorbereitung der Planungsunterlagen für die Zukunft der Bergischen Kaserne bittet der Bürgerverein Bergisches Viertel e.V. die Stadtverwaltung zu-dem, die seit Jahren inakzeptable Verkehrssituation mit den immer weiter zu-nehmenden Staus auf der Bergischen Landstraße zu berücksichtigen.

Ein neues Verkehrskonzept muss daher Teil einer Planungsvorlage für die an-stehende Bürgerbeteiligung sein. Dabei sind die in den vergangenen Jahren er-arbeiteten Vorschläge zur Stärkung des ÖPNV mit Hilfe zusätzlicher Busse, einer Seilbahn oder einer Straßenbahn ebenso zu berücksichtigen, wie die berechtig-ten Interessen des Individualverkehrs, mit dem Bürger des Bergischen Viertels und Pendler der umliegenden Städte ihre Arbeitsplätze in Düsseldorf erreichen müssen.

Dr. Melanie Kübler    Andreas Goßmann
Bürgerverein Bergisches Viertel e.V.

 

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