Asylunterkunft wird Quarantänestation

Die Stadt Düsseldorf hat die Flüchtlingsunterkunft in der Blanckertzstraße in eine Quarantänestation umgewandelt. In der letzten Woche wurden daher die verbliebenen Flüchtlinge in anderen Unterkünften der Stadt untergebracht und die Container leergeräumt. Nach Renovierung und Reinigung stehen die Container nun für die Unterbringung von Quarantäne-pflichtigen Menschen bereit. Untergebracht werden sollen Corona-Verdachtsfälle, die wegen gefährdeten Familienmitgliedern nicht zu Hause in Quarantäne bleiben können. Personen in Quarantäne müssen nicht automatisch infiziert sein.

Zu Ihrer Information haben wir die Pressemitteilungen der Stadt auf unserer Homepage hinterlegt.

http://bergisches-viertel.de/wp-content/uploads/2020/03/PM-05.03.2020.pdf

http://bergisches-viertel.de/wp-content/uploads/2020/03/PM-06.03.2020.pdf

Eine Information des Umfelds der Blanckertzstraße fand bisher nicht statt.

https://www.nrz.de/staedte/duesseldorf/duesseldorfer-cdu-fordert-versammlung-wegen-quarantaenestation-id228634663.html

Zur allgemeinen Lage: Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt diese Eindämmungsstrategie. Das aktuelle Ziel in Deutschland ist, einzelne Infektionen so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus dadurch so weit wie möglich zu verhindern. Um das zu erreichen, müssen Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrochen werden. Dies gelingt nur, wenn Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos identifiziert und für 14 Tage (die maximale Dauer der Inkubationszeit) in häuslicher Quarantäne untergebracht werden. In diesen 14 Tagen ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten.

Auch wenn nicht alle Erkrankungen und Kontakte rechtzeitig identifiziert werden können, bewirken diese Anstrengungen, dass die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung so stark wie möglich verlangsamt wird. Eine Erkrankungswelle in Deutschland soll hinausgezögert und deren Dynamik abgeschwächt werden. Ziel dieser Strategie ist es, Zeit zu gewinnen, um sich bestmöglich vorzubereiten und mehr über die Eigenschaften des Virus zu erfahren, Risikogruppen zu identifizieren, Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen vorzubereiten, Behandlungskapazitäten in Kliniken zu erhöhen, antivirale Medikamente und die Impfstoffentwicklung auszuloten.

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlene Strategie wird immer den aktuellen Entwicklungen angepasst und bei Bedarf korrigiert.

Weitere fachlich fundierte Informationen finden Sie unter https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html