Neues aus dem Bergischen Viertel – 22.12.16

Newsletter Bürgerverein Bergisches Viertel vom 22.12.2017

Neues aus dem Bergischen Viertel

Am 19.12. zogen die ersten Flüchtlinge in die Leichtbauhallen der Bergischen Kaserne ein. Die meisten der knapp 90 Flüchtlinge waren schockiert über ihre neue Unterkunft. Es kam für sie am ersten Tag noch erschwerend hinzu, dass die Stadt es versäumt hatte, ihnen bei ihrem Auszug aus der bisherigen Vollverpflegungseinrichtung Vogelsanger Weg mitzuteilen, dass es sich bei den Leichtbauhallen am Stadtrand um eine Selbstversorgungseinrichtung handelt. So verfügten die Flüchtlinge weder über Töpfe noch Pfannen oder Teller und konnten daher die vorhandenen Kochgelegenheiten zunächst nicht nutzen. Zu Beginn des neuen Jahres sollen die weiteren 300 Betten der Einrichtung belegt werden.

Über die neue Flüchtlingseinrichtung berichteten Rheinische Post und Westdeutsche Zeitung ungewohnt kritisch. Leider gab das zum Rheinischen Post Konzern gehörende Internetfernsehen Center TV Frau Koch wieder umfangreiche Sendezeit, um ihre Fehlentscheidungen zu begründen, während unsere Kritik in dem Beitrag fast vollständig gekürzt wurde http://www.centertv.de/2016/12/16/neue-fluechtlingsunterkunft-2/ . NRW Direkt http://nrw-direkt.net/umstrittene-unterkunft-vorgestellt/ bewies hier erneut mehr Mut bei seiner Berichterstattung.

In der Blanckertzstraße leben zunehmend mehr Flüchtlinge, die inzwischen einen Aufenthaltsstatus zugesprochen bekommen haben und die Einrichtung daher eigentlich verlassen müssten, damit neue Flüchtlinge dort einziehen können. Da die NRW Regierung jedoch inzwischen die Wohnsitzauflage beschlossen hat und die großen Wohnungsgesellschaften nur im Notfall an Flüchtlinge vermieten, selbst wenn diese eine 3 jährige Aufenthaltsberechtigung haben, blockieren diese Flüchtlinge die Plätze und tragen damit ungewollt dazu bei, dass immer neue Flüchtlingseinrichtungen gebaut werden. So sucht auch der von einem unserer Sprachpaten betreute syrische Augenarzt unverändert ein Zimmer bzw. eine kleine Wohnung. Er hat in der Ukraine studiert, in Syrien als Arzt praktiziert und spricht inzwischen auch recht gut deutsch. Sofern Sie über eine leerstehende Unterkunft verfügen oder jemanden kennen, der bereit ist, an den syrischen Augenarzt ein Zimmer bzw. eine kleine Wohnung zu vermieten, senden Sie uns bitte eine Mail an info@bergisches-viertel.de.

Letztes Jahr feierte sich die Kanzlerin noch für ihr Abkommen mit den Maghreb Staaten, inzwischen musste sie einräumen, dass dieses Abkommen ebenso wenig funktioniert, wie das Abkommen mit der Türkei. Die Sicherheitskosten explodieren bei gleichzeitig sinkender Sicherheit für die Bürger. Da es unverändert kaum Abschiebungen gibt, aber immer noch neue Flüchtlinge nach Deutschland kommen, steigen auch die Kosten für Unterbringung, Lebensunterhalt und Sozialversicherung weiter. Für die Steuerzahler unerfreulich verlief auch die letzte Ratssitzung in unserer Stadt. Rot-Grün verabschiedete mit ihrem Mehrheitsbeschaffer FDP einen Haushalt, der dadurch ausgeglichen werden soll, dass die Schulden bei den Tochtergesellschaften der Stadt anfallen werden. Am Beginn der “Ampelkoalition” kündigte die FDP noch vollmundig an, sie werde die Koalition platzen lassen, sobald die Schuldenfreiheit unserer Stadt verloren ginge, nunmehr reduziert sie ihre Aussage auf den sogenannten “Kernhaushalt” und versucht damit die Bürger erneut zu täuschen. http://www.rponline.de/nrw/staedte/duesseldorf/die-rosarote-welt-der-fdp-aid-1.6466584

Nicht nur die Medien, sondern auch immer mehr Bürger erkennen die “Taschenspielertricks” der Ampelkoalition. Vorläufiger Höhepunkt ist der geplante Verkauf des städtischen Kanalnetzes an eine Tochtergesellschaft der Stadt um den “Kernhaushalt” der Stadt schuldenfrei darzustellen. Die Bürger haben auch noch in guter Erinnerung, dass es SPD, Grüne und FDP waren, die in jedem Flüchtling eine “Bereicherung” für Düsseldorf sahen, unabhängig ob dieser Flüchtling vor Krieg und Verfolgung geflohen war oder einfach nur ein besseres Leben in Deutschland suchte. Die finanziellen Folgen dieser politischen Fehlentscheidungen haben nunmehr die Steuerzahler zu tragen.

In unserem Viertel soll neben der Bergischen Kaserne auch der Park der Villa Sohl bebaut werden. Pläne hierfür gab es bereits vor knapp 5 Jahren. Damals wie heute wird versucht, die Bürger vor vollendete Tatsachen zu stellen, anstatt sie frühzeitig über das geplante Bauvorhaben zu informieren. Wir haben uns inzwischen mit dem Eigentümer in Verbindung gesetzt und um ein Gespräch gebeten, um mehr Informationen über das geplante Bauvorhaben zu erhalten.

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Der Vorstand unseres Bürgervereins wünscht Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und bereits jetzt alles Gute für 2017!

Herzliche Grüße

Andreas Goßmann Stefan Reichert

Bürgerverein Bergisches Viertel e.V.