Das LEVERKUSENER MODELL Flüchtlingsunterbringung

Das LEVERKUSENER MODELL Flüchtlingsunterbringung

„Gut für Flüchtlinge und für die Stadt“

In Leverkusen werden Flüchtlinge nicht mehr in Sammelunterkünften, sondern in Privatwohnungen untergebracht. Das sei menschenwürdiger und auch noch kostengünstiger für die Stadt, sagt Rita Schillings vom Flüchtlingsrat im Gespräch mit tagesschau.de.

tagesschau.de: Seit rund zwölf Jahren praktiziert die Stadt Leverkusen das so genannte Leverkusener Modell: Flüchtlinge werden, statt in Sammelunterkünften, in Privatwohnungen untergebracht. Wie kam es dazu?

Rita Schillings: Die Unterbringung von Flüchtlingen war seit den 1990er Jahren in Leverkusen – wie in fast allen Städten in Deutschland – katastrophal. Es wurden Container aufgestellt, in denen viele Menschen auf engstem Raum zusammenleben mussten, es gab keine […] Read more

Das Projekt „Auszugsmanagement“

Bei der grundsätzlichen Unterbringungsverpflichtung für Flüchtlinge setzt die Stadt Köln vermehrt auf die Vermittlung von Flüchtlingen aus städtischen Gemeinschaftsunterkünften in private Wohnungen.

Die Lebensbedingungen in großen Gemeinschaftsunterkünften sind für Flüchtlinge sehr schwierig. Viele Flüchtlinge, besonders Kinder, leiden unter den Erfahrungen mit Krieg, Flucht und Gewalt. Das gemeinsame Wohnen der vielen Asylbewerber unterschiedlicher Nationalitäten in großen Sammelunterkünften geschieht nicht freiwillig und das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und verschiedener Sprachen erschwert das einvernehmliche Zusammenleben. Was für viele Flüchtlinge als kurzzeitige Übergangslösung geplant war, bleibt für die meisten Menschen über Jahre Realität. Das Gefühl des „Angekommen-und-Zuhause-seins“ stellt sich nicht ein, die Integration der Eltern und […] Read more

Eckpunktepapier der Freien Wohlfahrtspflege NRW

Im Januar 2013 hat der Fachausschuss Flüchtlinge im Arbeitsausschuss Migration der Freien Wohlfahrtspflege NRW das folgende Eckpunktepapier zum Thema Erstaufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen und zur Durchführung der Asylverfahren erstellt.

Auf unsere Anfrage teilte uns die Freie Wohlfahrtspflege NRW mit, dass das vorliegende Positionspapier weiterhin Bestand hat.

Die erhöhte Zahl von Asylanträgen im Jahr 2012, die Teil eines seit zwei Jahren anhaltend leichten Anstiegs von Asylgesuchen darstellt, hat insbesondere in den letzten vier Monaten des vergangenen Jahres zu einer krisenhaften Situation in der Erstaufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen in NRW geführt. Ausreichende und angemessene Unterbringungsmöglichkeiten für asylsuchende Flüchtlinge standen bzw. stehen nach wie […] Read more

Flüchtlingsunterbringung in leerstehenden BLB-Gebäuden

Mit dem Haushaltsgesetz wurde die Landesregierung ermächtigt, Immobilien unentgeltlich an Kommunen zur Flüchtlingsunterbringung zu vermieten. Davon macht der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW), wie im Folgenden beschrieben, Gebrauch. Folgende Fragen hat NRW-Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans am 02.03.2015 beantwortet:

Wie viele und welche leerstehenden BLB-Liegenschaften eignen sich aus Sicht des Finanzministeriums für Unterbringungszwecke? Der BLB NRW hat seine leerstehenden Landesliegenschaften auf die Eignung zur Flüchtlingsunterbringung untersucht. Das Untersuchungsergebnis zeigt sich in der als Anlage 1 dieser Vorlage beigefügten Tabelle. Die Tabelle weist die aus BLB-Sicht für eine Flüchtlingsunterbringung geeigneten 65 Gebäude bzw. bedingt geeigneten 48 Gebäude der leerstehenden BLB-Liegenschaften aus. Diese […] Read more